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Gemeindeverwaltung Sersheim
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Geschichte

Sersheim - ein Ort mit Geschichte

In dem Dreieck zwischen Metter und Aischbach liegt im weiten Tal der Ort Sersheim. Es ist anzunehmen, dass Sersheim eine frühmittelalterliche Siedlung alemannisch-fränkischen Ursprungs ist. Der Name bedeutet „Heimstätte des Saro“. Die Mauerreste eines römischen Gutshofes auf Sersheimer Markung, das „Römersträßle“ entlang der südlich gelegenen Höhen und der tiefe Hohlweg von dort in den Ort sprechen dafür, dass auch schon römische Soldaten die Furt durch die Metter benutzt haben. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgt im Schenkungsbuch des Klosters Lorsch im Jahre 792. Die Urkunde liegt leider nicht mehr im Original vor. Ende des 12. Jahrhunderts wurde von den schreibkundigen Mönchen des Klosters ein Kopialbuch hergestellt. Die lateinische Urkunde darin lautet übersetzt : „Ich; in Gottes Namen, Walther und mein Bruder Salaher schenken dem hl. Nazarius, dem Märtyrer, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, wo der ehrwürdige Abt Richbodo seines Amtes waltet, 2 Höfe im Enzgau im Dorf Saresheim und 60 Tagwerk Ackerland und Wiesen zu 10 Fuhren. Durch Vertrag bekräftigt im Kloster Lorsch am 12. Tag vor Anfang August im 24. Jahr des Königs Karl.“ (21. Juli 792). Die Herrschaft des Klosters Lorsch dauerte nur 100 Jahre. 892 berichtet das Schenkungsbuch des Klosters Lorsch von einem Gütertausch. Die Besitzungen in „Sarawasheim“ gehen auf einen Mann namens Wolfbrand von Mühlhausen über. Ungefähr 200 Jahre später gehört ein Teil des Dorfes Konrad von Beutelsbach und seiner Frau Werndrut. Diese schenken ihren Besitz um das Jahr 1110 dem Kloster Hirsau. Auf die Herrschaft des Klosters weisen noch heute die drei Kugeln im Sersheimer Wappen hin. Sie sind die Attribute des heiligen Nikolaus, der im Kloster Hirsau besonders verehrt wurde.

Sersheim - HEUTE

Die Gemeinde Sersheim liegt im Mettertal, am Fuße des Stromberges, eingebettet in eine reizvolle Landschaft. Der rund 5.600 Einwohner zählende Ort, der sich als Arbeiter-Wohngemeinde mit einer keineswegs untergeordneten Landwirtschaft ausweist, hat die „Wirren der Gemeindereform“ ohne Schaden überstanden und sich seine Selbständigkeit erhalten können. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der typisch schwäbische Ort über öffentliche Einrichtungen verfügt, die in Gemeinden dieser Größenordnung nicht selbstverständlich sind. Vornehmlich in den Nachkriegsjahren konnte die Gemeinde einen starken Bevölkerungszuwachs verzeichnen. Bedingt durch die Entwicklungsachse Mühlacker-Bietigheim, durch seinen eigenen Bahnhof und die sehr gute Anbindung an das überörtliche Verkehrsnetz ist die Gemeinde Sersheim auch künftig zum Kreis der „Wachstumsgemeinden“ zu rechnen.
Trotz optimistischer Prognosen hat sich die Gemeinde, gewarnt durch schlechte Beispiele in anderen Gemeinden, das Ziel gesetzt, das Wachstum in vernünftigen Grenzen zu halten. Hand in Hand mit einem konstanten Einwohnerzuwachs geht in Sersheim die Schaffung öffentlicher Einrichtungen und das Streben nach geeigneten Arbeitsplätzen.Die Schulsituation in der Gemeinde ist gut: eine Grundschule am Ort, ebenso eine Jugendmusikschule; Realschulen, Gymnasien und Berufsschulen in nächster Umgebung (Vaihingen/Enz, Mühlacker, Sachsenheim, Bietigheim-Bissingen, Ludwigsburg); drei Kindergärten mit Vorschulerziehung und Ganztagsangeboten.
Naturschutz und Landschaftspflege haben in Sersheim große Bedeutung. Nicht nur die formale Zugehörigkeit zum Naturpark Stromberg-Heuchelberg macht dies deutlich, sondern auch Maßnahmen beim Feuchtgebietschutz, bei der Flurbereinigung, in der Städtepartnerschaft und bei der Ortskernsanierung. Zahlreiche Auszeichnungen auf überregionaler und internationaler Ebene belegen dies.
Ziel der Sanierung des Ortskernes war es, den Menschen ihr Zusammenleben zu erleichtern und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Eigenständigkeit und Unverwechselbarkeit sollen dabei erhalten bleiben; die Verbesserung vorhandener Strukturen steht vor dem Streben nach Ausdehnung. Weiträumige Sportanlagen mit einer modernen Sport- und Kulturhalle, einer Gymnastikhalle, einem Minispielfeld, einer Finnenbahn, einem Reiterhof, einer Seeanlage, einem Trimm-Dich-Pfad, die Tennisplätze des örtlichen Tennisclubs sind ebenso wie das rege Vereinsleben eine Gewähr dafür, dass eine aktive und sinnvolle Freizeitgestaltung zum täglichen Leben der Gemeinde gehört.
Gut strukturierte Industriegebiete, die mit ihren Erzeugnissen den Namen Sersheims in die Welt hinaustragen und leistungsfähige Handwerks- und Gewerbebetriebe sind ein weiteres Zeichen für die ausgewogene Infrastruktur in Sersheim. Attraktive Baugebiete, die ein angenehmes und ruhiges Wohnen garantieren, runden das Bild der Gemeinde ab, die sich am Rand der Ballungszentren trotz ihres pulsierenden Lebens noch ein Stück schwäbischer Gemütlichkeit und ihre traditionelle Liberalität erhalten konnte.